Erkältung
Foto: Absolut schrecklich das Gefühl Foto © iStock.com/Cecilie_Arcurs

Erkältung im Alter

Vorbeugen und behandeln

Ein Kratzen im Hals, ein Frösteln …(Anzeige) im Moment sorgt das bei allen für mehr Stirnrunzeln als sonst. Denn auch wenn nur aus Erkältungsgründen gehustet wird – die zwar verständlichen, aber unangenehmen kritischen Blicke im Supermarkt möchte man nicht spüren.

Wer schon ein paar Jahre mehr gelebt hat, fühlt sich von solchen ersten Vorzeichen noch stärker beunruhigt. Nicht ohne Grund: Das Immunsystem ist im Alter weniger effektiv als in jungen Jahren. Das ist eine Tatsache und gilt auch für die Abwehr von Erkältungsviren. Dann ist da eventuell noch der Faktor einer Vorerkrankung oder einer nicht mehr ganz so robusten Gesamtkonstitution. Da wird eine „gewöhnliche“ Erkältung schnell zur Herausforderung. Weil sie schwerer verlaufen und sich deutlich länger hinziehen kann als bei jungen Menschen.

Dass wir mit über 60 Jahren in Sachen Gesundheit nicht mehr so unbesorgt durchs Leben gehen, wie das noch zwei oder drei Dekaden früher der Fall war, lässt sich nicht ändern. Wege, einer Erkältung vorzubeugen oder sie schneller in den Griff zu bekommen, gibt es aber durchaus!

Einer Erkältung vorbeugen

Sie ahnen es schon: Wer möglichst gesund lebt, tut sich und seinem Immunsystem Gutes und ist auch gegen Viren besser gewappnet. Mit Genussverzicht hat das zum Glück nichts zu tun. Mal abgesehen davon, dass es ausgesprochen hilfreich ist, nicht zu rauchen und in Sachen Alkohol Maß zu halten.

Bewegung: Es muss kein intensives Joggen sein und kein Walking-Marathon. Aber wer jeden Tag einen halbstündigen Spaziergang macht oder sich zu Hause ein kleines Workout gönnt (auf YouTube finden sich seniorengerechte Übungen zum Mitmachen), wird mit einem guten Körpergefühl und einem gestärkten Immunsystem belohnt. Ein bisschen anstrengend darf es gerne sein, übertreiben sollte man es aber auf keinen Fall. Welchen Sport man wählt, ist den eigenen Vorlieben und Möglichkeiten überlassen.

Frische Luft: Apropos Spaziergang – der punktet neben der Bewegung eben auch mit frischer Luft. Auf die sollten Sie aber auch im Zuhause achten, gerade im Winter. Denn Heizungsluft trocknet die Nasenschleimhäute aus, was Viren den Zugang erleichtert. Also regelmäßig lüften.

Hygiene: Auf diesem Feld sind wir ja mittlerweile alle so etwas wie Experten geworden. Trotzdem hier noch einmal in Kurzform die Maßnahmen, die uns vor Viren schützen: Gründliches Händewaschen, Meiden von erkrankten Personen sowie Menschenansammlungen sowie generelles Abstandhalten. Das gilt besonders im Moment leider auch für Familienangehörige, soweit es eben möglich ist. Rücksichtnahme und Vorsicht sind jetzt und immer ohnehin oberstes Gebot.

Ernährung: Wer beim Essen auf Ausgewogenheit und Abwechslung achtet, sich viel leckeres Gemüse sowie das eine oder andere Obst gönnt und die kleinen Sünden in Form von Süßigkeiten, Snacks & Co. zur Ausnahme macht, unterstützt sein Immunsystem ebenfalls. Unser komplexer Abwehrorganismus braucht Vitamine und Nährstoffe, um seine Aufgaben möglichst effektiv zu erfüllen.

Grippe-Schutzimpfung : Unbedingt zu empfehlen für Menschen ab 60 Jahren. Zwar schützt die Impfung nicht vor einer „normalen“ Erkältung, aber sie mindert das Risiko für Grippeerkrankungen mit möglicherweise schwererem Krankheitsverlauf. Bis zu zwei Wochen dauert es nach der Impfung, bis der Immunschutz aufgebaut ist, also am besten immer im Oktober oder November erledigen, später ist die Impfung aber auch noch möglich.

Soweit die wichtigsten Vorbeugemaßnahmen.
Wer übrigens das oben erwähnte leichten Kratzen im Hals verspürt, kann auch mit einem in der Apotheke erhältlichen natürliche Komplexmittel seine körpereignen Abwehr- und Selbstheilungskräfte unterstützen.

Erkältung behandeln

Wenn die Erkältung da ist, kann man gerade als älterer Mensch auch einiges unternehmen, um einen allzu langen und schweren Verlauf zu vermeiden. Natürlich zählt – besonders im Moment – die Beratung durch Arzt oder Ärztin sowie eine medikamentöse Therapie dazu.

Außerdem sollten Sie Folgendes beachten:

Ruhe: Eine Erkältung strengt den Körper an. Das gilt besonders für ältere Menschen. Also vermeiden sie zusätzliche Anstrengungen, auch wenn Sie sich „gar nicht sooo krank“ fühlen. Das Beste, was sie jetzt tun können, ist so viel Zeit auf dem Sofa zu verbringen wie möglich. Mit Buch, TV-Entertainment oder was Ihnen sonst Freude und Entspannung schenkt. Viel zu schlafen ist ebenfalls wichtig. Kräftezehrende Erledigungen darf man jetzt gerne delegieren.

Trinken: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist immer essenziell, wir hätten diesen Punkt auch bei den vorbeugenden Maßnahmen auflisten können. 1,5 Liter pro Tag dürfen und sollten es sein. Ist man erkältet, wir das Trinken von Wasser oder ungesüßtem Kräuter- oder Früchtetee noch wichtiger.

Hausmittel: Apropos Tee! Der zählt auch zu den Hausmitteln, die helfen, Erkältungssymptome zu lindern. Zum Beispiel Salbeitee bei Halsschmerzen oder spezielle Teemischungen bei Husten. Bei verstopfter Nase helfen Kochsalzspülungen und das Inhalieren zum Beispiel mit Kamillenessenz. Es gibt noch weit mehr sinnvolle Hausmittel – eine Übersicht haben wir hier zusammengestellt.

Ernährung: Das oben zur Ausgewogenheit des Speiseplans Gesagte gilt auch und besonders für Erkrankte!

Optimismus: Zuletzt spielt es auch eine Rolle, den guten Mut nicht zu verlieren. Gerade weil Erkältungskrankheiten im Moment besonders unangenehm sind und man sich schnell isoliert fühlen kann. Also gönnen Sie sich am besten viel Schönes, lassen sich nach Möglichkeit ein bisschen verwöhnen und blicken mit Zuversicht auf die Tage, an denen Sie das Leben wieder husten- und schnupfenfrei genießen können.

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